Tipp des Monats März

Einen inspirierenden Blick auf das Spenden-Thema bietet die Internetseite www.hagalil.com, in der Besprechung des wöchentlichen Thora-Abschnitts „Paraschat Teruma“. Es geht um die Sammelaktion anlässlich der Errichtung des Stiftzeltes in der Wüste. Statt „geben“ wird im Text interessanterweise das Verb „nehmen“ verwandt - die Gebenden sind also Empfangende! Wir bekommen, nach dieser Auffassung, ein göttliches Versprechen, dass es uns an nichts mangeln wird.

Hier der Text, mit freundlicher Genehmigung von haGalil. Die Herausgeberin bittet, den Text nicht würdelos zu behandeln (zB wegzuwerfen), da er heilig ist. Also besser nicht gar nicht erst ausdrucken, oder an einem guten Ort aufbewahren.
(ZITAT)

PARASCHAT TERUMA
(Schmot 25, 1 - 27, 19)

Die Kunst des Spendens

Zentrales Thema dieser Parascha ist die Sammelaktion für den Aufbau des Stiftzelts in der Wüste: "Sprich zu den Bnej Jisrael, dass sie für Mich eine Spende nehmen. Von jedermann, den sein Herz zur freiwilligen Spende bewegt, sollt ihr Meine Spende in Empfang nehmen" (Schmot 25, 2).

Es ist kein Zufall, dass diesem Spendenaufruf der Wochenabschnitt Mischpatim vorangeht, in welchem fast ausschliesslich von Zivil- und Strafrecht die Rede ist. Rabbi Baruch Halevi Epstein, der Autor des Kommentars "Tora Temima", sieht darin einen klaren Hinweis, dass nur auf ehrliche Art und Weise erworbenes Geld für einen solchen Zweck verwendet werden darf. Der Prophet Jeschajahu stellt ausdrücklich fest: "Denn Ich, der Ewige, liebe Recht und hasse gestohlenes Opfer" (Jesch. 61, 8). Aus der Sicht der Tora heiligt der Zweck nicht die Mittel.

Auffällig ist die Verwendung des Zeitwortes "Nehmen", wo wir eigentlich ein "Geben" erwartet hätten. Eine mögliche Antwort bietet der Sfat Emet. Indem wir für eine gute Sache geben, beschenken wir gleichsam uns selbst. Gott bedarf des Stiftzeltes nicht, es kommt voll und ganz den Bne Jisrael zugute. Diesen Gedanken greift auch der Talmud auf und lässt Rabbi Jizchak bemerken: "Wer einem Armen eine Münze gibt, wird mit sechs Segnungen bedacht, und wer ihn mit Worten tröstet (weil er selbst kein Geld hat), wird mit elf Segnungen bedacht" (Bawa Batra 9b).

Niemals soll in uns beim Spenden der Gedanke aufkommen, unser Vermögen verringere sich dadurch, im Gegenteil, wir stehen danach innerlich bereichert da, mit dem göttlichen Versprechen, dass es uns deshalb an nichts mangeln wird. Vielleicht deutet das Nehmen der Spende auch an, dass es zuerst einen inneren Widerstand zu überwinden gilt. Man nimmt die Spende, stellt sie bereit, löst sich von ihr und in einem zweiten Schritt übergibt man sie dem Empfänger. Dies würde auch die zweimalige Verwendung des Ausdrucks Nehmen in ein und demselben Passuk erklären.

Die Verwendung der Mehrzahl ("sollt ihr Meine Spende in Empfang nehmen") wird von Rabbi Jakow ben Ascher, dem "Baal Haturim", dahin ausgelegt, dass das Einziehen der Spendengelder mindestens von zwei Personen durchgeführt werden soll. Dies wird auch halachisch im Talmud festgelegt: "Die Beiträge für die Armen-Kasse werden durch zwei Personen eingezogen und durch drei verteilt. Sie werden durch zwei eingezogen, denn man darf über die Gemeinde nicht weniger als zwei Beamte zur Verwaltung von Gemeindegeldern einsetzen. Woher wird dies gefolgert? Rabbi Nachman erwiderte, die Schrift sagt: 'Sie sollen das Gold nehmen' (Schmot 28, 5)" (Bawa Batra 8b).

Die gegenseitige Kontrolle, um Missbrach zu verhindern, ist bis heute gültiges Gesetz und im Schulchan Aruch festgehalten (Jore Dea 256, 3).

Das Ziel der Spendenaktion beschreibt die Tora mit den Worten: "Sie sollen Mir ein Heiligtum schaffen, so dass Ich unter ihnen wohnen werde" (Schmot 25, 8).
"Unter ihnen", das heisst in ihren Herzen, so versteht Rabbi Menachem Mendel von Kozk diese Worte. Wenn wir das Heiligtum in reiner Absicht, mit lauteren Mitteln errichten, so ist Gottes Platz im Herzen jedes einzelnen. So wie der Kozker einst auf die Frage "Wo wohnt Gott?" antwortete: "dort wo man Ihn einlässt".




Tipp des Monats Februar

Wiederholung ist die Mutter des Erfolges - deshalb hier (beim Aufräumen aus den Tiefen gefischt) die 14-Schritte-Kürzestversion von Tracy Gary’s „Giving Plan“ (meine Übersetzung):

1) Verdeutlichen Sie sich, welche Werte Ihnen besonders wichtig sind.
2) Überlegen Sie sich, was Sie in der Welt verändern möchten, und was Sie gerne erhalten möchten.
3) Legen Sie Themen fest und Bevölkerungsgruppen, die Sie unterstützen möchten.
4) Haben Sie offene Ohren und Augen, was die Anliegen in Ihrer Umgebung sind.
5) Machen Sie sich klar, wieviel Zeit und welche Fähigkeiten Sie zur Verfügung haben.
6) Bewerten Sie Ihre gegenwärtigen Spenden.
7) Schreiben Sie ihren philanthropischene Leitsatz nieder.
8) Legen Sie Ihr Spenden-Budget fest.
9) Entscheiden Sie, wieviel Zeit Sie der Philanthropie widmen wollen.
10) Entscheiden Sie, an wen Sie spenden wollen.
11) Entscheiden Sie, in welcher Form Sie spenden wollen.
12) Machen Sie einen Spendenplan.
13) Überprüfen Sie ihren Spendenplan.
14) Aktualisieren Sie ihren Spendenplan.



Tipp des Monats Januar

Buchhinweis: Sind Stiftungen ausreichend gesellschaftlich legitimiert?


Es gibt ein neues Buch zu diesem Thema, „Die Goodwill-Gesellschaft“ von Robert Jacobi. Eben zurück von einem public administration-Studium in Harvard, wundert er sich über die intransparente Stiftungsszene Deutschlands.

Der Untertitel gibt den Kern seiner These wieder: Jacobi hatte dafür eine etwas provokante Frage vorgesehen: „Ist gut gemeint auch gut gemacht?“, aber der Verlag wollte lieber „Die unsichtbare Welt der Stifter, Spender und Mäzene“. Die Themen sind also Ineffizienz und Intransparenz. Die Stiftung Wertevolle Zukunft lud Anfang Dezember ein zur Podiumsdiskussion, die dank guter Moderation (Karin Läsker, Süddeutsche Zeitung) wirklich interessant wurde.

Natürlich war man allseits für mehr Transparenz im Stiftungswesen; zum Thema Effizienz wurde die Diskussion leider etwas unklar, was angesichts der Komplexität des Themas kein Wunder ist.

Welchen neuen Impuls bringt Robert Jacobi? Er erwartet von gemeinnützigen Einrichtungen, dass sie - im Gegenzug zur Steuerbefreiung - nachweislich effizient arbeiten und das der Öffentlichkeit gegenüber auch nachweisen. Das sehen sehr viele StifterInnen und Stiftungen nicht so. Wer stiftet, sieht sich normalerweise als autonom und empfindet eine mögliche Rechenschaftspflicht gegenüber der Öffentlichkeit als unangemessen. Die Kontrolle durch Finanzamt und Stiftungsaufsicht schafft Arbeit genug.

Die Diskussion (mit Dr. Volker Then und Dr. Steffen Sigmund, beide Uni Heidelberg, und Christian Steinberg, Stiftung Wertevolle Zukunft) zeigte, dass wir hierzulande noch sehr an der Oberfläche dieser wirklich vielschichtigen Thematik herumbuddeln. Leider wurden immer wieder „Effizienz“ und „Effektivität“ verwechselt, und die tiefer liegenden Themen tauchten nur bruchstückweise ans Licht.

Als da sind: Wie sieht eine Evaluation aus, die stimmig ist mit den Stiftungs-Vorhaben und die die Stiftung wirklich voranbringen? Was genau verstehen wir unter Effizienz? Unsere Ziele mit möglichst geringem Aufwand zu erreichen? Viele Erfolge zu verzeichnen? Und welche Erfolge meinen wir? Ein gestärktes Bewusstsein? Lernerfolge? Und wie messen wir diese Erfolge, unsere soziale Wirksamkeit? Die Ergebnisse sind meist hinterfragbar. Schlimmer noch, was tun bei Misserfolgen? Wer sich messen lässt, riskiert schlecht abzuschneiden. Was ist überhaupt ein Misserfolg? Wie richten wir’s ein, dass wir aus Fehlern Gewinn ziehen?

So sieht (in meinen Augen) der logische Diskussions-Strang aus. Das Center for Social Innovation an der Uni Heidelberg scheint ein Ort zu sein, an dem diese Themen akademisch bearbeitet werden. Die Vermittlung in die Stiftungspraxis wird ein langer Weg sein - die Überlegungen sind komplex genug in Bezug auf eine einzelne Stiftung - in Bezug auf die gesamte Stiftungswelt war das Thema doch etwas zu groß für den Abend und es blieb bei gedanklichen Anregungen.

„Die Goodwill-Gesellschaft - Die unsichtbare Welt der Stifter, Spender und Mäzene“ von Robert Jacobi, Murmann Verlag 2009, Euro 24,90.



Tipp des Monats Dezember

Die Zeitschrift "Stiftung und Sponsoring" baut ihre Internetpräsenz aus, die Seite ist besuchenswert. Beispielsweise finden sich http://www.stiftung-sponsoring.de/top/service.html neben Links zu Institutionen im Stiftungsbereich eine alphabetische Liste von unter Fachleuten begräuchlichen Abkürzungen. http://www.stiftung-sponsoring.de/buecher-aufsaetze.html enthält umfassende Literaturhinweise. Und auch die Anfanggseite, www.stiftung-sponsoring.de, ist aktuell und gepflegt.



Tipp des Monats November

Unter Schwarz-Gelb wird sich die deutsche Entwicklungszusammenarbeit verändern, das zeichnet sich überdeutlich ab. „Die Wirtschaft“ soll stärker einbezogen werden. Den Koalitionsvertrag („Entwicklungszusammenarbeit“ steht ab S. 119) und eine aktuelle Stellungnahme von VENRO, dem Zusammenschluss der deutschen Nichtregierungsorganisationen, finden Sie unter www.venro.de.



Tipp des Monats Oktober

Nun gibt es das Gegenstück zu „besser spenden!“: „Stiftungen, Der Leitfaden für Gesuchsteller“ von Elisa Bartoluzzi Dubach, Huber Verlag (Frauenfeld, CH) 2009. Umfassend, praxisnah, und ebenso an Zusammenarbeit orientiert wie „besser spenden!“. Eine Empfehlung.



Tipp des Monats September

Diesmal ein Buchtipp: Michael Göring, „Unternehmen Stiftung, Stiften mit Herz und Verstand“, Carl Hanser Verlag München 2009, 208 S., Euro 24,90.

Ein frisch und ermunternd geschriebenes Buch, besonders die juristische Seite ist gut allgemeinverständlich dargestellt. Kapitel zum Stiftungsmanagement zeigen, eir vielseitig die Aufgaben sind. Es hätte dem Buch noch gutgetan, mit Zahlenbeispielen klarzustellen, wieviel das Stiftungsmanagement kostet und wieviel Stiftungskapital dementsprechend nötig ist.



Tipp des Monats August

August ist der beste Monat zum Spenden. Das halbe Jahr ist vorbei, Sie haben einen gewissen Überblick über das Jahr (oder das Gefühl, einen Überblick zu haben), gerade ist nicht so viel los, viel weniger als im Dezember. Und die Zeit vor Ablauf des Steuerjahres drängt nicht - Sie haben noch Zeit, ein oder zwei Themen zu Recherchieren, bevor Sie die Überweisungsträger unterschreiben.

„Besser Spenden!“ bietet gründliche Hilfestellung, aber Sie können auch „frisch von der Leber weg“ spenden (wenn nicht gar eine Leber).

Folgendermaßen könnten Sie vorgehen:

1) Wem haben Sie im letzten Jahr gespendet? Was davon wollen Sie wiederholen? Tun Sie es einfach gleich.

2) Welche Themen bewegen Sie gerade/mal wieder/besonders? Welcher Organisation ist Ihnen in letzter Zeit aufgefallen? Wer hat interessante Vorhaben, wer hatte Erfolge?

3) Nehmen Sie sich ein Spenden-Budget. Die Höhe Ihrer Krankenversicherung - zehn Prozent Ihres Einkommens vor Steuern - Ihre diesjährige Siemens-Dividende - die gefahrenen Autokilometer im ersten Halbjahr. Verteilen Sie die Summe auf „Ihre“ Organisationen. Fertig.



Tipp des Monats Juli

„Besser Spenden!“ freut sich über ein neues Spenden-Beratungs-Angebot, das mit persönlich gut informiert und vernünftig eingerichtet erscheint: www.spenden-ratgeber.de. Der Autor „dahinter“, Jürgen Reschke, bietet Hinweise nicht nur zu den „üblichen“ Spenden-Fragen wie die Sinnhaftigkeit von Kleiderspenden, sondern informiert auch in kurzer Form über aktuell förderbare Einrichtungen zu verschiedenen Themen.



Tipp des Monats Mai

Ein Bekannter trug mir folgende interessante Information zu: GehaltsempfängerInnen können eine monatliche Dauerspende direkt von der Einkommensteuer absetzen (bis zu 20 % des Jahreseinkommens)!
Das geht so: Steuerermäßigungsantrag unter D, III, Ziffer 7 entsprechend ausfüllen, mit einer Kopie des Spenden-Dauerauftrages und der ersten Überweisung beim Finanzamt einreichen und die Steuerermäßigung in die Lohnsteuerkarte eintragen lassen.
Dann wird der dieser Betrag gleich, monatlich, von der Einkommensteuer abgezogen, nicht erst Ende des Jahres.
Ihre Lieblingsorganisation freut sich über regelmäßige Spendeneingänge!

Normale Gehaltsempfänger können ihre 20 % höchstmögliche Jahresspende als monatliche Dauerspende zu 1/12 per Steuerermäßigungsantrag monatlich von der Einkommenssteuer abziehen. Und müssen daher nicht per Einmalbetrag, der auf einen Plautz in vierstelliger Höhe oft nicht zu stemmen ist, überweisen.
Weiterer Vorteil, insbesondere für Spendenempfänger : planbare, monatliche Zuwendung.

Das geht so : mit Formular "Steuerermäßigungsantrag", ausgefüllt unter D, III, Ziffer 7, und Kopie des (Spenden-)Dauerauftrages, sowie erster Abbuchung beim zuständigen Finanzamt beantragen, und als Steuerermäßigung in die Lohnsteuerkarte eintragen lassen. Damit wird der entsprechende Steuerbetrag gar nicht erst vom monatlichen Einkommen abgezogen, sondern steht gleich dem Spendenzweck zur Verfügung.



Tipp des Monats April

Kürzlich in der Hamburger Innenstadt am Samstagnachmittag - Menschenmengen wie in der Adventszeit! Wo ist denn bitteschön die Rezession? Nun, in den Zeitungen steht sie, und die Befürchtung ist, Spenden werden stark zurückgehen in diesem Jahr.
New Philanthropy Capital (GB) hat einige Fragen und Antworten zum Thema formuliert, intelligenter kann ich das nicht - hier ist der Link:

http://www.philanthropycapital.org/downloads/pdf/gi_spring_09_q&a.pdf?A




Tipp des Monats März

Heiter geht’s weiter in der Staffel „Neue How-To-Broschüren von Beratungseinrichtungen“:

Die Bertelsmann-Stiftung gibt derzeit eine ganze Serie solcher Broschüren heraus, „Orientierung für soziale Investoren“ nennt sie sich und sind erhältlich bei bettina.windau@bertelsmann.de, oder 05241 81-81138. Zu betrachten sind sie unter www.soziale-investoren.de. Auch wenn die Bertelsmann-Stiftung selbst marktliberale Positionen vertritt - diese Broschüren sind Übersetzungen und Adaptionen von englischsprachigen Veröffentlichungen, sie stammen von Grantcraft (USA) und new philanthropy capital (UK) - beides Organisationen, die durchaus dem sozialen Wandel verpflichtet sind. Eine Empfehlung also.



Tipp des Monats Februar

Auch McKinsey-MitarbeiterInnen denken sozial und wünschen sich ein soziales Engagment Ihrer Firma. So entstand die Studie „Gesellschaftlichen Wandel gestalten“, zu bestellen über

http://www.mckinsey.de/html/presse/2008/20081222_spendenkultur.asp.

Die Studie basiert auf frischen Interviews mit Vermögenden, StiftungsvertreterInnen und weiteren WissensträgerInnen aus dem Feld des Stiftens und Spendens. Im Resultat läßt sich vieles Bekanntes neu formuliert lesen; die Stärke der Studie liegt sicherlich im unverkrampften Umgang mit den großen Zahlen. Einige Statistiken sind erhellend, und die Grundaussage - eine Erhöhung der Spenden in Deutschland um 50 % liege theoretisch „drin“ - setzt die Zielmarke schön hoch.



Tipp des MonatsJanuar

Winterzeit ist Lesezeit… „besser spenden!“ empfielt drei Leitfäden der Beratungsfirma „active philanthropy“ in Berlin:

David Carrington, „Spenden mit Köpfchen“ (Broschüre)

Burkhard Gnärig, „Wie finde ich die Organisation, die ich unterstützten möchte?“ und „Arbeit mit Organisationen der Zivilgesellschaft - wie bewerte ich die Arbeit einer Organisation?“ (zwei Broschüren)

Alle zu bestellen unter http://www.activephilanthropy.org, dann weiter zu Services, Toolbox, Leitfäden.



Tipp des Monats Dezember


Nun kommen sie, bei mir täglich, die Spenden-Überweisungsträger
mein Tipp dazu: nicht sofort in den Papierkorb, und keinesfalls lose in eine Kiste.

Sondern: gleich ansehen und beurteilen:

1) genau mein Thema

2) irgendwie schon mein Thema

3) weniger mein Thema.


3) zurück an Absender: bitte keine Post mehr (manchmal hilft das eben doch).

2) ditto. Punkt.

1) großzügig sein. Weitersagen.



Tipp des Monats November

Die Finanzkrise macht Ihre Spende noch wertvoller.

Zur Finanzkrise wäre viel zu schreiben. Ich persönlich vermisse noch den folgenden Cartoon, abgeleitet aus 1989: Bekannte Freimarktbefürworter im Demonstrationszug, auf ihrem Transparent steht in großen Lettern, „Sorry, war nur so ne Idee von uns“.

Wie der Spendenmarkt reagiert, werden wir wohl erst später im nächsten Jahr erfahren. Ich befürchte wirklich große Einbrüche. Woraus sich der TIPP DES MONATS NOVEMBER ergibt: Überweisen Sie schon jetzt Ihre geplanten Jahresspenden, nicht erst zu Weihnachten. Man wird es Ihnen danken, schon alleine das Signal.



Tipp des Monats Oktober

Diese Testaments-Idee stammt von einer Bekannten - ich finde sie so interessant, daß ich gebeten habe, sie als Tipp des Monats Oktober einstellen zu dürfen:

Diejenige Stiftung, die meine letzte von „warmer Hand“ gegebene Zustiftung bekommen hat, bekommt das restliche Geldvermögen, das nach Auszahlung aller anderen Vermächtnisnehmer übrigbleibt.“

Vorteil a: meine Interessen mögen sich ändern - auf diese Weise muß ich mich nicht schon jetzt auf die letzte Destinatärin festlegen und auch das Vermächtnis nicht ständig anpassen.

Vorteil b: ich überlege mir jede Zustiftung umso gründlicher; denn möglicherweise bekommt die Empfängerin eine wesentlich größeren Zustiftung.

Vorsicht: Diese Idee ist nicht rechtsanwältlich abgesegnet. Und jeder Fall liegt anders - unbedingt selbst abklären!



Tipp des Monats September

Thema Katastrophenspenden:
Dieser Ratgeber vertritt die These, Just don’t do it! Besser ist die langfristige Förderungen vertrauenswürdiger Organisationen.

Dennoch motiviert eine konkrete Krise zu helfen, aktuell Georgien. Aber wie eine vertrauenswürdige Organisation finden, deren Arbeit langfristig orientiert ist, die gute interne Strukturen hat und die auch in einer Krise dafür sorgen kann, daß die Hilfe zukunftsgerichtet wirksam wird?

Wer für vernünftige Menschen im fürchterlichen Durcheinander in Georgien aktuell etwas tun möchte, hier eine persönliche Empfehlung:

Über filia. die frauenstiftung (www.filia-frauenstiftung.de) kenne ich Frauen des Women’s Fund in Georgia, ansässig in Tblissi (wo jetzt viele Flüchtlinge sind), tätig in mehreren Regionen des kleinen Landes. Filia fördert dort seit 2006 Frauenprojekte, ist zufrieden mit den Ergebnissen und angesichts der Krise in gutem Kontakt mit Tblissi.

Die Internetseite der Georgischen Frauenstiftung enthält eine englische Version und einen Link für direkte Spenden. http://www.womenfundgeorgia.org.



Tipp des Monats August

"Donor Diva" - Spenden-Diva, so nennt sich Tracy Gary, eine Koriphäe unter den BeraterInnen für Stifter und Spender in den USA. Ihr credo:

"I believe that generosity as a global shared value and practice has a powerful role to play as the yeast to get many solutions to social problems, now stagnating, to rise." - "Ich glaube, daß Großzügigkeit als weltweit geteilter Wert und Betätigung eine machtvolle Rolle spielen kann. Sie ist die Hefe, die die Arbeit an vielen sozialen Problemen, die derzeit stagniert, wieder zum Wachsen bringen kann."

Im Feld der "social change philanthropy" hat Tracy Gary 19 Organisationen mitgegründen und war und ist Mitglied von 31 Vorständen. Ihr neuestes Projekt ist "Inspired Legacy" - eine Nachlass-Planung, die auch "weiche" Themen und Philanthropie umfasst. Die Internetseite dazu heißt www.inspiredlegacies.com.

Insbesondere wegen dieses Themas empfehle ich die im letzten Jahr erschienene, erweiterte 3. Ausgabe ihres Arbeitsbuches, "Inspired Philanthropy"

"Tracy Gary, with Nancy Adess, Inspired Philanthropy, Your Step-by-Step Guide to Creating a giving Plan and Leaving a Legacy", Jossey-Bass, San Francisco 2007, 308 Seiten, mit CD-ROM.



Tipp des Monats Juli

Früher waren wir noch dumm - stimmt nicht. Das fand ich jedenfalls, als ich auf meine Spendenplan-Kurzanleitung aus dem Jahre 2002 stieß. Kein Ersatz für den Leitfaden im Buch, aber eine interessante Zusammenfassung. Konzipiert hatte ich die Folien für das Pecunia-Erbinnen-Netzwerk, deshalb der Zusatz „geht auch für Männer“. Inzwischen halte ich die Begriffe „Mann“ und „Frau“ soundso für unzulässige Verkürzungen (den Begriff „Patriarchat“ deshalb noch lange nicht). Aber früher war ich eben noch dumm…


Schritte zum effektiveren Spenden



Tipp des Monats Juni

In Europa ist London (neben Zürich) Vorreiter bei sozialen Investitionen. Investing for Good gibt es seit 2004; die kleine Beratungsfirma ist auf Vermittlung von Investitionsmöglichkeiten, Datensammlung und Marktforschung über soziale Investitionen spezialisiert.


http://www.investingforgood.co.uk



Tipp des Monats Mai

Thema „Exit“. Es ist in vieler Hinsicht gut, schon bei der Planung einer Spende zu überlegen, wie und wann eine Spenden-Beziehung beendet werden soll - und das auch zu kommunizieren.


Unter anderem wird so der professionelle Charakter der Förderbeziehung betont, und die vagen (oft gegenseitigen) Abhängigkeitsgefühle reduziert.


Hier eine neue kurze englischsprachige Studie zum Thema. Der Herausgeber ist Grandcraft, ein US-amerikanischer Fachverband. Er richtet sich an Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Förderstiftungen, ist aber durchaus übertragbar auf private Spenderinnen und Spender.


http://www.grantcraft.org/pdfs/guide_exit.pdf



Tipp des Monats April


Heisse Video-Empfehlung (leider auf Englisch) - stark vereinfacht, aber nicht dumm und mit gutem Unterhaltungswert!

http://www.storyofstuff.com




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